IRLBACHER PILS Die Schlossbrauerei Irlbach braut seit über 500 Jahren im Herzen Niederbayerns emsig ihre Bierspezialitäten, welche mit Getreide aus eigenem Anbau hergestellt werden. Die dortige Region Gäuboden zeichnet sich durch besonders fruchtbare Böden aus, die der Bierqualität nur zugutekommen können! Das Pils mag vielleicht kein typisch-bayrischer Bierstil sein, dennoch braucht sich Irlbachers Version auch neben Pils-Größen wie etwa dem Tannenzäpfle nicht verstecken! Das recht hopfige Aroma ließe auf eine entspechende Bittere schließen, tatsächlich fällt dieses Pils jedoch sehr ausgewogen und schön würzig aus. Die Bittere ist nicht zu intensiv, dennoch darf man sich über einen langen Abgang freuen. GRÜNBACHER URWEISSE Eine Urweisse, die sogar älter als das berühmte Erdinger-Pendant ist? Genau das haben wir hier für dich. Vor den Toren Münchens braut die Schlossbrauerei Grünbach ihre Weißbiere mit großer Sorgfalt, und das seit hunderten Jahren. Wie lange genau lässt sich nicht sagen, so stammt die erste urkundliche Erwähnung der Brauerei aus dem frühen 18. Jahrhundert – es gibt jedoch Hinweise auf eine noch viel längere Brautradition. Dunkelgold in der Farbe, mit einer voluminösen, weißen Schaumkrone – die Optik überzeugt schonmal. Geruch und Antrunk sind einander recht ähnlich – man erkennt frisches Getreide, bananige Noten und eine leichte Würze. Im Abgang gibt sich das spritzige Weizen leicht süßlich & auch wieder ein bisschen würzig. ARCOBRÄU SCHLOSS HELL Das Arcobräu ist eine seit über 500 Jahren bestehende Schlossbrauerei in Bayern, benannt nach dem Grafen Arco, welcher im Jahr 1415 vom zeitgenössischen Kaiser Sigismund in den Grafenstand erhoben wurde. Diesem Umstand ist auch das Brauereilogo geschuldet, welches einen historischen Reichsadler zeigt. Hellgelb und beinahe ohne Schaumkrone, dazu kommt eine milde Nase – man erkennt den Geruch nassen Heus und Hopfen – das wird interessant! Im Antrunk erkennt man direkt, dass man es hier mit einer süffigen Angelegenheit zu tun hat: Hopfen, Heu und Getreide, nichts davon hervorstechend, lassen dieses Helle zu einem echten Durstlöscher werden. Der Abgang ist etwas würziger, bleibt jedoch ansonsten mild. INNVIERTLER (RIEDER) APER Aus Anlass des Biermärz haben sich die sieben Privatbrauereien der Bierregion Innviertel entschlossen, gemeinsam ein Bier nach historischem Vorbild zu brauen. Das Aper ist ein dunkles, kerniges, gut gehopftes Märzenbier mit 5,4 % Vol. Alkohol, so Braumeister Josef Niklas von der Brauerei Ried, wo das Gemeinschaftsbier gebraut wurde. Drei verschiedene Malzsorten (Pilsener Malz, Karamünch-Malz und Wiener Malz) sowie Hopfen aus dem Mühlviertel geben dem Bier Geschmack und Farbe. Eine „bernsteinfarbene Farbe“, um genau zu sein. Nach dem Öffnen strömt dem Verkoster direkt ein frisches und karamellbetontes Aroma entgegen, der Antrunk ist recht würzig. Hier kommen die Hopfennoten ins Spiel, die bis zum Abgang bestehen bleiben und von einer nun leichten Süße komplementiert werden. KRAFTBIERWERKSTATT CHINOOK Die Kraftbierwerkstatt ist eine Gypsy-Brauerei mit Sitz in Böblingen, die sich zum Brauen ihrer Biere bei kleinen mittelständischen Brauereien einmietet. Gebraut wird nach eigener Aussage „Craft Beer mit viel Bierliebe und auch Bierwut“. Das Chinook IPA ist ein rötlich braunes India Pale Ale mit fester beiger Schaumkrone. Chinook ist ein Indianerstamm, aber auch der Aromahopfen, mit dem das IPA gebraut wurde. Noten von Grapefruit, Zitrus und Pinie gesellen sich zu einer moderaten, trockenen Hopfenbittere. Die gut dosierte Kohlensäure macht das Bier angenehm erfrischend. FREISINGER SCHÜRZENJÄGER Zeit ist in unseren Tagen die wichtigste Zutat, um aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe ansprechende Biere höchster Qualität zu brauen – aus eben diesem Grund ist das Hofbrauhaus Freising Mitgliedsbrauerei von Slow Brewing. Es werden ausschließlich Brauereien zertifiziert, die in allen Bereichen ihrer Wertschöpfungskette fair und bewusst agieren. Einheitsgeschmack hat keine Chance. Bei dem Schürzenjäger handelt es sich um ein rötlich schimmerndes, unfiltriertes Lager. Mit ausgewählten Malzsorten eingebraut und kalt gehopft, vereint der Schürzenjäger die fruchtigen Aromawelten von Citrus, Mandarine und Maracuja, welche sich beim Öffnen sofort bemerkbar machen. Im Antrunk noch süßlich, entwickelt sich das Lager am Gaumen zu einem würzig-süßen Bier mit leichter Säure, um im Abgang mit einer gut abgestimmten Bittere nachzuhallen.